Die Auftaktveranstaltung der Jugendmedientage 2011 in Stuttgart

Der Raum ist dunkel, die Menge ruhig. Deborah Vilchez kommt auf die Bühne, setzt sich auf ein Cajon und fängt an zu singen. Nach dem ersten Satz setzt sie das Mikro ab und mischt live auf der Bühne die eben eingesungene Musik. Die Jugendmedientage 2011 sind eröffnet.

In Echtzeit – das Thema der JMT fand sich auch auf der Auftaktveranstaltung wieder. Jan Böhmermann, Comedian und Moderator, twitterte direkt von der Bühne aus und auf dem Facebookprofil der Jugendpresse fanden sich im Minutentakt neue Meldungen ein.

Über das Smartphone erreicht uns jede Nachricht sofort. Online gibt es jede Sekunde eine neue Meldung, wir sind live dabei, wenn in Japan die Erde bebt – ohne Zensur und ohne redaktionelle Aufarbeitung. Das digitale Zeitalter bietet Chancen, aber auch Risiken für Journalisten. Wenn jeder zum Reporter wird, gerät dann seriöser Journalismus in den Hintergrund? Ist noch Zeit, um zu ausreichend zu Recherchieren oder hat man dann die richtige Sekunde verpasst und die Leser sind schon auf einem anderen Blog? Dass Journalisten und Zeitungen heute schnell sein müssen, stellten auch Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur von SpiegelOnline und Joachim Dorfs, Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung fest. in einem Impulsgespräch auf der Bühne diskutierten sie über die Veränderungen der Tageszeitungen, die das digitale Zeitalter mit sich bringt. „Wir würden etwas an Aufmerksamkeit und medialer Durchsetzungsfähigkeit verlieren, wenn wir es nicht auch online publizieren würden“, erklärte Dorfs. Müller von Blumencron scheint den Zeitgeist schon getroffen zu haben – SpiegelOnline macht seit fünf Jahren Gewinne: „Wir haben eine riesige Reichweite und die können wir vermarkten“. Den reinen Printjournalisten gäbe es nicht mehr, „auch, wenn viele junge Menschen immer noch davon träumen“, so Dorfs. „Heute muss man beides können“.  Die Online-Plattformen sind für die Verlage wichtig geworden, um junge Menschen an die Tageszeitung heranzuführen -  die Stuttgarter Zeitung verliert jedes Jahr 2% ihrer Leser. „Ich persönlich  beginne meinen Tag wirklich mit dem Lesen einer Tageszeitung, aber viele kommen über einen Link bei Twitter oder über unsere Online-Seite erst auf unsere Tageszeitung“, berichtete Dorfs.

Mit einer Online-Ausgabe Geld zu verdienen ist für Lokalzeitung nach wie vor schwierig und auch bei SpiegelOnline hält sich der Profit in Grenzen: „Der Spiegel macht im Moment so viel Gewinn wie SpiegelOnline an Umsatz hat“, erklärte Müller von Blumencron mit einem Lachen. „Deshalb ist es auch wichtig, nicht alle Spiegel-Inhalte auf die Homepage zu stellen. Wir publizieren nur drei Artikel pro Woche von der Zeitschrift online, das ist eine strenge Absprache mit der Print-Redaktion“. Eine Berechtigung nicht mehr ordentlich zu arbeiten, sehen beide Gäste jedoch nicht: „Es ist immer wichtig sich gegen seinen Chefredakteur durchzusetzen, wenn man noch Zeit für Recherche braucht – egal ob im Print- oder Online-Journalismus“, ermutigte Dorfs die Teilnehmer.

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And the Oscar goes to… Preisverleihung des JUST-Videowettbewerbs

Leistungsdruck ist ein Thema, das Jugendliche zunehmend betrifft. In der Schule, im Orchester oder Sportverein – sie sollen Höchstleistungen erzielen, um im Wettkampf um den perfekten Lebenslauf auf Platz eins zu sein. Steigende Krankenzahlen alarmierte die AOK, die zusammen mit ihrem Jugendmagazin JUST und den Jugendmedientagen 2011 handeln wollten und einen Videowettbewerb ins Leben riefen. „Wir hatten über 25 Einsendungen und waren überrascht, dass die jungen Medienmacher sich so gekonnt mit dem Thema Leistungsdruck beschäftigen können“, so Sascha Kirmeß, Vertreter der AOK Baden-Württemberg, während der Preisverleihung auf der Auftaktveranstaltung der Jugendmedientage in Stuttgart. Den dritten Platz erreichte Leandra Molitor mit einem Video über ihre Auffassung von Leistungsdruck. Über den zweiten Platz konnte sich Jakob Winkler freuen, der seinen Beitrag in einem fahrenden Auto drehte. Auf Platz eins wählten die Facebook-Benutzer Felix Krummlauf mit einem Film, in dem Legofiguren hektischen Alltag nachstellten. Er gewann ein iPad2.

Link zum wissenschaftlichen Institut der AOK: www.wido.de

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Das Springer-Team: Die flexiblen Allrounder

Kisten schleppen, Kaffee kochen und Teamer fahren – das Springer-Team auf den Jugendmedientagen 2011 steht auf Abruf bereit. Florian Schwabl und Andreas Weiland sorgen darüber hinaus auch noch für gute Stimmung unter den Teamern. „Wir Springer sind ein ganz aufgebufftes Völkchen. Manchmal riechen wir sogar die Arbeit“, erklärt Andreas Weiland. Aber ab und zu kommt auch Kritik: „Für eine kolumbianische Teamerin war unser Kaffee einfach zu schwach“, gibt Florian Schwabl zu. Andreas Weiland löst das Problem, in dem er sich nicht mehr um jegliche Arbeit kümmert, die anfällt: „Um die internationale Wirtschaftskrise kümmern wir uns jetzt nicht mehr“. Neben Andreas Weiland und Florian Schwabl sind auch Erik Jalowy, Martin Hoisl, Katharina Tomaszewski, Ory Laserstein und Hannah Rex im Team, die die Springer leitet. „Wir können uns wie die Transformer zusammenbauen und sind dann Hannah Rex“, erklärt Florian Schwabl lachend das Geheimnis des Teams, das sich selbst nicht ganz erst nimmt. Der positive Nebeneffekt: Sie stecken an allen vier Orten die anwesenden Teamer mit ihrer guten Laune an.

 

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Es geht wieder los!

Es sind zwar noch einige Monate bis zu den bundesweiten Jugendmedien 2011, die Planungen für die Veranstaltung haben aber bereits begonnen: Rund 30 Aktive aus den beiden veranstaltenden Verbänden, der Jugendpresse Deutschland und der Jugendpresse BW, trafen sich am Wochenende in Stuttgart um das diesjährige Thema der JMT auszuarbeiten. Und so viel können wir schonmal verraten: Wir werden einen Blick in die Vergangenheit wagen! Wenn Ihr dabei sein wollt, haltet euch die den 3. bis 6. November frei und freut Euch mit uns auf die JMT 2011 in Stuttgart!

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Nachtschicht²


Mittwoch, kurz vor Mitternacht: Jonas und Gerrit fühlen sich in die Vergangenheit zurück versetzt – in die Zeit der Nachtschichten vor den Jugendmedientage 2010. Wieder einmal sitzen sie vor ganz vielen leeren Seiten die gefüllt werden wollen. Wieder einmal haben sie zahlreiche Texte und Frakmente erhalten. Wieder einmal schauen sie sich hunderte Fotos an. Nein, es wird keine zweite Tagungsschrift gelayoutet, sondern die Dokumentation. :)

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JMT-Fotoalbum

Du hast Fotos auf den JMT2010 gemacht? Wir würden uns freuen, wenn du uns und den anderen Teilnehmern diese zur Verfügung stellen könntest. Wir sammeln alle Fotos und wollen die witzigsten, schönsten… Momente als Erinnerung an die Jugendmedientage 2010  im JMT-Fotoalbum (mit Nennung des Fotografen) auf www.jugendmedientage.de präsentieren.

Eine kurze E-Mail an Pia (p.doehler@jugendpresse.de) mit deinen Fotos wäre super.
Bis bald auf einer der nächsten Jugendpresse-Veranstaltungen! Wir hoffen, es hat euch in München gefallen :)

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Wir haben fertig.

In Praxisworkshops erlernten sie das Handwerk – und die Ergebnisse können sich sehen lassen! So entstanden schicke Bilder in den Portraitfotografie, Produktfotografie und dem Panoramafotografie.

JMT-Ausgaben der NEON, des Freihafens und des Missy Maganzines sowie Radiospots, Hörcollagen und Podcast Beiträge. All das hier.


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Newsroom

Ob Print, Online, Radio oder TV – politikorange kann alles. Dies bewies die Redaktion um Steffi und Melanie auch wieder bei den Jugendmedientagen. Sie berichteten von vor Ort über den Kongress, die Medientage München und das Wesentliche, was sich am Rande abspielte – täglich! Noch bevor die Teilnehmer anreisten, nahm die Redaktion ihre Arbeit auf, erstellte für Donnerstag die erste Ausgabe, druckfrisch wurden die Medienmacher von morgen von da an täglich mit den neuesten News versorgt.

Und am Ende gab es sogar nicht nur eine Zeitung, sondern ein komplettes Magazin – passend zu “Medien und Ökonomie” mit dem Titel “Insolvenz”.

Zum lesen der entsprechenden Ausgabe einfach auf das jeweilige Cover klicken.
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Report Mainz

Vier Tage und drei Nächte Medien zum Anfassen: Kollegen vom Offenen Kanal Mainz haben diese mit uns erlebt und sie in Bild und Ton festgehalten.

Weiteres Bild-, Ton- und Videomaterial gibt es hier auf dem inoffiziellen Jugendmedientage-Blog des OK-Mainz.

Danke an Christian, Florian, Michael und Gudrun :)

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Irgendwas bleibt

Vier Tage und drei Nächte Medien zum Anfassen sind zu Ende: Gemeinsam haben wir am vergangenem Wochenende mit Profis und Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur über das Thema „Mehr als 140 Zeichen – Medien und Ökonomie“ diskutiert, uns in Workshops praktisch ausprobiert und bei den Acidkids richtig cool gefeiert – Netzwerken at its best!
Die Jugendpresse Deutschland (JPD) hat gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) die Wünsche und Forderungen in Diskussionsrunden, Medieneinblicken und Erzählcafés der vergangenen vier Tage zusammengefasst:

ABSCHLUSSKOMMUNIQUÉ DER JUGENDMEDIENTAGE 2010

  1. Wir fordern von den Medienunternehmen, journalistische Praktika zu bezahlen.
  2. Wir fordern von der Politik, Praktika gesetzlich zu reguliere.
  3. Wir fordern von Medienunternehmen, journalistische Arbeit gerecht zu entlohnen und die Auslagerung in verlagseigene Zeitarbeitsfirmen zu stoppen.
  4. Wir fordern von den Medienunternehmen, auch freie Journalistinnen und Journalisten gerecht zu bezahlen.
  5. Insbesondere die Verlage müssen deutlich machen, dass sie wieder an den professionellen Journalismus glauben und die Anerkennung des Berufsstandes stärken.
  6. Verlagseigene Journalistenschulen dürfen nicht als outgesourcte Volontariatsstellen missbraucht werden.
  7. Die Medienunternehmen müssen den journalistischen Nachwuchs stärker fördern und sich für systematische Weiterbildung einsetzen.
  8. Lokale Redaktionen dürfen nicht eingestampft werden, da die Leserinnen und Leser Informationen aus der Region brauchen.
  9. Wir fordern von den Bundes- und Landesregierungen, keinen Einfluss mehr auf Entscheidungsgremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu nehmen

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